This Website needs JavaScript enabled to be displayed correctly.

SIMON GEHRIG

Radtour nach Rosenheim

Großhesseloher BrückeLetztes Wochenende habe ich mir vorgenommen einen Freund in Rosenheim zu besuchen. Das nehme ich mir seit etwa drei Jahren vor. Nachdem die Radlsaison bald wieder zu Ende ist, habe ich mir gedacht: “Da fährst du jetzt einfach mit dem Fahrrad hin.”

Gesagt, getan. Nachdem am Donnerstag Vormittag das Wetter von Regen auf leichten Sonnenschein drehte und die Temperaturen quasi perfekt zum Radfahren passten, habe ich meinen Rucksack gepackt und bin los. Vorher gab es allerdings noch Mittagessen. um ca. 12:30 Uhr denke ich bin ich dann auch wirklich am fahren gewesen.

Der Plan war folgende Route:

http://goo.gl/maps/HLRFQ

Natürlich bin ich diese Strecke nicht wirklich gefahren, irgendwann biegt man immer falsch ab. Aus den 84 km sind so, zumindest laut Google, ziemlich genau 100 km geworden. Ich habe in Maps die Umwege noch einmal nachgebaut. Auch die Distanz habe ich ein klein wenig kürzer eingeschätzt gehabt. Allerdings ziemlich genau zwischen 80 und 85 km hat bei mir die Lust auf Fahrradfahren ganz extrem nachgelassen. Wäre ich die Strecke so gefahren wie geplant, wäre sich eigentlich alles gut ausgegangen in meinem Kopf.

Altes Schild Altes Schild II

Der Weg führt, mal abgesehen von dem Abstecher nach München, viel über Schotterstraßen in Wäldern. Dort habe ich dann – und das wollte ich schon auf einer meiner letzten Radtouren an einer anderen Stelle fotografieren – ein uraltes Straßenschild gesehen, auf dem sowohl Auto als auch Motorrad an einen Mafiafilm erinnern. einige Meter weiter habe ich nochmal kurz angehalten um ein Schild mit einem Reiter darauf zu knipsen, weil ich nicht drumherum gekommen bin mich zu Fragen ob das Schild nicht vielleicht noch viel länger dort hängt. Allerdings glaube ich das eher nicht.

Die Bilder der Schilder habe ich zwischen Sauerlach und Großhelfendorf geschossen. In dieser Gegend ist der Wald ziemlich penibel mit senkrecht zu einander verlaufenden Wegen versehen, was beim durch fahren ein bisschen befremdlich ist. Man sieht dort zum Teil kilometerweit einen Weg entlang.

Autobahn

In genau der Gegend überquert man auch die A8 und kann einen ersten Blick auf die Alpen erhaschen. Da ich gerne ein Bild von der A8 gehabt hätte auf der kein Auto zu sehen ist´, habe ich versucht mit möglichst “langen” Verschlusszeiten und Mehrfachbelichtungen die Autos einfach so durchsichtig und verschwommen zu machen, dass sie auf dem Bild nicht mehr zum Tragen kommen. Das hat allerdings nur mäßig gut funktioniert, vor allem auch weil die meisten Autos schon ihre licht er an hatten. Ein interessanter Effekt ist es trotzdem. Den Versuch belebte Orte auf diese Weise zu “leeren” gebe ich trotzdem nicht auf, das muss meiner Meinung nach irgendwie möglich sein.

Etwa bei Großhelfendorf habe ich dann auch meine Beine zunehmend gespürt. Bis dort hatte ich auch das Gefühl dass es durchgehend, ganz wenig bergauf geht. Nur ein winziges bisschen, so dass es nach 50 km nervt. Ab jetzt waren dann richtige Anstiege dran. Und natürlich auch die Abfahrten. Allerdings bin ich ab hier, um weitere Umwege zu vermeiden auf der Straße weiter gefahren. Ich hatte ja auch nicht mehr ewig Zeit nachdem ich erst Mittags losgefahren bin.

Bahnhof Rosenheim

Circa um 18:00 Uhr bin ich dann wirklich in Rosenheim angekommen. die Lichtstimmung am Bahnhof war super und ich dachte ich mache mal ein oder zwei Fotos. Das mit dem Mehrfachbelichtungsmodus hatte ich vergessen, hab ein paar Fotos geschossen ohne sie anzusehen und bin weiter. Erst als ich angekommen war, mich frisch geduscht hatte und mir in ruhe die Bilder angesehen habe ist mir aufgefallen, dass ich ein recht skurriles Bild vom Bahnhof gemacht habe.

Wir sind am Abend noch ein paar Guinness trinken gegangen im Finn McCool's, es war ja schließlich Arthur's Day und da gab es das Guinness wirklich günstig. Lang habe ich das allerdings dann auch nicht mehr durchgehalten und wir sind relativ früh schlafen gegangen. So ein bisschen kaputt war ich schon nach der Tour.

Das nächste mal spare ich mir glaube ich den Ersten Teil und fange hinter München an. Oder ich nehme mir mehr Zeit und umfahre das Ganze. Durch die Stadt fahren ist einfach nicht meine Welt. Der Landkreis außen herum ist viel schöner zum Radfahren und übrigens beeindruckend groß.

AddThis Social Bookmark Button